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Wird deine Website auch von ChatGPT und der KI-Suche gefunden? So verbesserst du deine Sichtbarkeit
Immer mehr Menschen fragen ChatGPT statt Google. Was das für deine Website bedeutet, was GEO wirklich ist und welche neun Maßnahmen sich lohnen.

Bisher haben viele Unternehmen ihre Website vor allem darauf ausgerichtet, bei Google möglichst weit oben zu erscheinen. Doch die Art, wie Menschen nach Informationen, Dienstleistungen und passenden Anbietern suchen, verändert sich.
Immer häufiger nutzen Menschen KI-gestützte Suchfunktionen, um Antworten auf ihre Fragen zu erhalten. Sie fragen ChatGPT nach einer passenden Dienstleistung, lassen sich verschiedene Anbieter erklären oder bitten um Empfehlungen für die nächste Kaufentscheidung.
Dadurch stellt sich für Selbstständige und kleine Unternehmen eine neue Frage: Wie kann ich meine Website so gestalten, dass sie nicht nur für klassische Suchmaschinen relevant ist, sondern auch in KI-gestützten Suchergebnissen berücksichtigt werden kann?
Die gute Nachricht: Du musst dafür nicht deine gesamte Website neu erstellen. Viele Grundlagen, die bereits für eine gute Suchmaschinenoptimierung wichtig sind, bleiben relevant. Gleichzeitig lohnt es sich, die eigenen Inhalte, die technische Zugänglichkeit und die Positionierung des Unternehmens genauer zu betrachten.
In diesem Artikel erfährst du, wie KI-Suche funktioniert, welche Rolle deine Website dabei spielt und welche Maßnahmen du konkret umsetzen kannst.
Wie verändert KI die Suche im Internet?
Wenn jemand bei Google nach einer Dienstleistung sucht, erhält er üblicherweise eine Liste mit Suchergebnissen. Die Person entscheidet selbst, welche Website sie öffnet und welche Informationen sie dort findet.
KI-gestützte Suchfunktionen können anders vorgehen. Sie fassen Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen, beantworten Fragen in natürlicher Sprache und verweisen – je nach System und Suchanfrage – auf passende Websites.

Ein Beispiel: Eine selbstständige Beraterin möchte ihre Website überarbeiten lassen. Früher hätte sie vielleicht nach „Webdesigner Konstanz“ oder „professionelle Website erstellen lassen“ gesucht. Heute könnte sie ChatGPT auch fragen:
„Worauf sollte ich achten, wenn ich eine neue Website für mein Beratungsunternehmen erstellen lasse?“
Oder:
„Welche Möglichkeiten habe ich, meine Website für lokale Kunden sichtbarer zu machen?“
Die Antworten können Informationen aus unterschiedlichen Quellen enthalten. Teilweise werden Websites direkt verlinkt, sodass Interessenten die ursprünglichen Inhalte aufrufen können.
Auch Google integriert KI-Funktionen in die Suche. Google hat im Oktober 2026 weitere Möglichkeiten angekündigt, über KI-generierte Suchantworten zu relevanten Websites und Quellen zu gelangen. Google berichtet hier über diese Entwicklungen.
Für Unternehmen bedeutet das: Es geht nicht mehr ausschließlich darum, für einzelne Suchbegriffe sichtbar zu sein. Auch die Frage, ob eine Website relevante Fragen verständlich beantwortet und als hilfreiche Quelle dienen kann, gewinnt an Bedeutung.
Was bedeutet GEO – und braucht dein Unternehmen das wirklich?
Im Zusammenhang mit KI-Suche begegnen dir möglicherweise die Begriffe GEO und AEO.
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint sind Maßnahmen, die darauf abzielen, Inhalte für KI-gestützte Such- und Antwortsysteme zugänglich, verständlich und relevant zu machen.
AEO steht für Answer Engine Optimization. Dabei steht die Aufbereitung von Inhalten für Systeme im Vordergrund, die konkrete Fragen beantworten.
Beide Begriffe beschreiben verwandte Ansätze. Sie werden in der Branche häufig als Ergänzung zur klassischen Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, verwendet. Das bedeutet jedoch nicht, dass du plötzlich eine völlig neue Disziplin mit zahlreichen Spezialtechniken benötigst.
Google erklärt in seinen offiziellen Hinweisen zur Optimierung für KI-Suchfunktionen, dass die bewährten SEO-Grundlagen weiterhin relevant sind. Dazu gehören unter anderem hilfreiche Inhalte, eine technisch zugängliche Website und eine klare Struktur. Die offiziellen Hinweise von Google findest du hier.
1. Erkläre klar, was dein Unternehmen anbietet
Eine KI kann nur dann sinnvoll auf die Inhalte deiner Website zurückgreifen, wenn diese verständlich und eindeutig sind. Das klingt selbstverständlich, wird in der Praxis aber häufig unterschätzt. Manche Websites verwenden viele allgemeine Werbeformulierungen, ohne das eigentliche Angebot konkret zu erklären.
Aussagen wie „Wir gestalten deine Zukunft“ oder „Dein Partner für ganzheitliche Lösungen“ können Teil einer Markenbotschaft sein. Allein vermitteln sie jedoch kaum, welche Leistungen ein Unternehmen tatsächlich anbietet.
Statt beispielsweise nur zu schreiben: „Kreative Lösungen für deinen digitalen Erfolg“, könnte ein Webdesign-Unternehmen formulieren: „Wir gestalten individuelle Websites für Selbstständige und kleine Unternehmen – von der Konzeption über das Design bis zur Suchmaschinenoptimierung.“ Damit wird deutlich, worum es geht, welche Zielgruppe angesprochen wird und welche Leistungen angeboten werden.
Achte deshalb darauf, dass deine Website folgende Fragen verständlich beantwortet:
- Was bietet dein Unternehmen an?
- Für wen sind deine Leistungen gedacht?
- Welches Problem löst du?
- Was unterscheidet deine Arbeitsweise von anderen Angeboten?
- In welcher Region bist du tätig, falls du regional arbeitest?
Diese Informationen helfen nicht nur Suchmaschinen und KI-Systemen, dein Angebot einzuordnen. Sie erleichtern auch potenziellen Kunden die Entscheidung, ob deine Leistungen zu ihrem Anliegen passen. Wie du das schon auf der Startseite gelingen lässt, zeigt der Beitrag Was gehört auf eine gute Startseite?
2. Beantworte die Fragen deiner Zielgruppe
Ein hilfreicher Blog kann dazu beitragen, dass dein Unternehmen bei relevanten Themen sichtbar wird. Dabei kommt es nicht darauf an, möglichst viele Artikel zu veröffentlichen. Viel wichtiger ist, dass deine Inhalte echte Fragen beantworten und einen konkreten Mehrwert bieten.
Versetze dich in die Lage deiner potenziellen Kunden. Eine selbstständige Person, die eine neue Website benötigt, fragt sich vielleicht:
- Was kostet eine professionelle Website?
- Welche Inhalte gehören auf eine gute Startseite?
- Wie lange dauert die Erstellung einer Website?
- Warum wird meine Website bei Google nicht gefunden?
- Sollte ich meine Website selbst erstellen oder einen Webdesigner beauftragen?
- Wie kann ich mit meiner Website mehr Anfragen gewinnen?
Solche Fragen eignen sich als Ausgangspunkt für informative Blogartikel, FAQ-Bereiche und ausführliche Leistungsseiten. Beantworte die jeweilige Frage möglichst direkt und ergänze anschließend Erklärungen, Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen.
Ein Artikel über die Kosten einer Website sollte beispielsweise nicht nur erklären, dass die Preise unterschiedlich ausfallen. Er sollte erläutern, welche Faktoren den Aufwand beeinflussen, welche Leistungen enthalten sein können und worauf Interessenten beim Vergleich von Angeboten achten sollten. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Text, der lediglich ein Keyword enthält, und einem Inhalt, der tatsächlich weiterhilft.
3. Setze auf eigene Erfahrung statt austauschbarer Texte
KI kann heute in kurzer Zeit große Mengen an Text produzieren. Dadurch wird es einfacher, Inhalte zu erstellen – aber nicht automatisch einfacher, sich mit ihnen von anderen Websites abzuheben. Wenn zahlreiche Unternehmen dieselben allgemeinen Informationen veröffentlichen, entsteht wenig zusätzlicher Nutzen.
Google betont deshalb, dass einzigartige, hilfreiche Inhalte und eigene Perspektiven langfristig wichtiger sind als eine möglichst große Menge an Texten. Die Hinweise zu hilfreichen und nutzerorientierten Inhalten erläutern diesen Ansatz.
Was bedeutet das für deine Website? Ergänze allgemeine Erklärungen durch deine fachliche Perspektive. Zeige, wie du an Aufgaben herangehst, welche Entscheidungen du triffst und worauf du bei deiner Arbeit besonders achtest.
- Ein Webdesigner kann erklären, warum eine Startseite nicht einfach möglichst viele Informationen enthalten sollte, sondern Besucher gezielt durch das Angebot führen muss.
- Ein SEO-Spezialist kann erläutern, warum es wenig sinnvoll ist, eine Seite ausschließlich auf ein Suchwort auszurichten, wenn der Inhalt die eigentliche Frage der Besucher nicht beantwortet.
Auch echte Projektbeispiele, nachvollziehbare Prozesse und konkrete Erfahrungen können deine Inhalte wertvoller machen.
Du musst nicht zu jedem Thema eine völlig neue Erkenntnis präsentieren. Aber deine Inhalte sollten mehr bieten als eine oberflächliche Zusammenfassung dessen, was bereits überall zu finden ist.
4. Strukturiere deine Inhalte verständlich
Eine gute Website macht es Menschen leicht, Informationen zu erfassen. Eine klare Struktur unterstützt zugleich die technische Verarbeitung und das Verständnis deiner Inhalte. Das bedeutet nicht, dass du jeden Text nach einer speziellen Formel für KI schreiben musst. Eine nachvollziehbare Gliederung ist bereits ein sinnvoller Anfang.
- Aussagekräftige Überschriften: Sie sollten deutlich machen, worum es im jeweiligen Abschnitt geht.
- Eine logische Reihenfolge: Beginne mit der zentralen Frage und führe Schritt für Schritt durch die Details.
- Kurze, verständliche Absätze: Teile längere Texte in sinnvolle Abschnitte auf.
- Konkrete Antworten: Erkläre wichtige Begriffe und beantworte die jeweilige Frage möglichst direkt.
- Listen, wo sie helfen: Checklisten und Aufzählungen eignen sich besonders, um mehrere Kriterien oder Handlungsschritte übersichtlich darzustellen.
- Eindeutige Begriffe: Verwende für deine Leistungen klare und konsistente Bezeichnungen.
Wenn du beispielsweise einen Artikel über die Erstellung einer Website schreibst, kannst du zunächst die wichtigsten Schritte nennen und anschließend jeden davon genauer erklären. So entsteht ein Text, der sich leichter lesen lässt und dessen Inhalt klarer gegliedert ist.
5. Sorge für eine technisch zugängliche Website
Selbst die besten Inhalte können ihre Wirkung nur eingeschränkt entfalten, wenn die Website technisch nicht zuverlässig erreichbar oder für Suchmaschinen schwer zugänglich ist. Deshalb bleiben die technischen Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung wichtig. Prüfe insbesondere:
- Indexierbarkeit: Können Suchmaschinen deine wichtigen Seiten grundsätzlich erfassen und indexieren? Wie du das prüfst, steht im Beitrag Website bei Google nicht gefunden?
- Robots.txt und Zugriffsbeschränkungen: Verhindern technische Regeln unbeabsichtigt den Zugriff auf relevante Inhalte?
- Mobile Darstellung: Funktioniert deine Website auch auf Smartphones und Tablets?
- Ladezeiten: Werden Seiten und Inhalte angemessen schnell geladen?
- Interne Verlinkung: Sind wichtige Seiten über nachvollziehbare Links erreichbar?
- HTTPS: Wird die Website über eine sichere Verbindung ausgeliefert?
Für ChatGPT-Suchergebnisse ist außerdem ein konkreter technischer Punkt relevant: OpenAI verwendet den Crawler OAI-SearchBot, um Websites für die Suchfunktionen von ChatGPT zu entdecken und Inhalte gegebenenfalls in Suchantworten einzubeziehen.
Wenn deine Website in ChatGPT-Suchergebnissen berücksichtigt werden soll, solltest du prüfen, ob der Zugriff dieses Crawlers durch deine Website-Konfiguration oder die Datei robots.txt blockiert wird. OpenAI erklärt die Unterschiede zwischen seinen Crawlern in der offiziellen Dokumentation: Übersicht der OpenAI-Crawler.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen verschiedenen Zwecken: OAI-SearchBot dient der Suche. GPTBot ist dagegen für das Crawling im Zusammenhang mit dem Training generativer KI-Modelle vorgesehen. Die Steuerung dieser beiden Crawler ist voneinander unabhängig. Ob und in welchem Umfang du den jeweiligen Zugriff erlauben möchtest, hängt von deinen Zielen und deiner Konfiguration ab.
6. Zeige, warum dein Unternehmen vertrauenswürdig ist
Wer eine Dienstleistung sucht, möchte nicht nur eine fachlich passende Lösung finden. Die Person möchte auch einschätzen können, ob das Unternehmen zuverlässig arbeitet und zum eigenen Anliegen passt. Deshalb sollte deine Website nicht nur beschreiben, was du anbietest, sondern auch nachvollziehbar machen, warum Interessenten dir vertrauen können.
Mögliche Elemente sind:
- eine aussagekräftige Über-mich- oder Über-uns-Seite
- Informationen zu deiner fachlichen Erfahrung
- echte Referenzprojekte
- authentische Kundenstimmen
- eine verständliche Beschreibung deines Arbeitsprozesses
- klare Angaben zu Leistungen und Kontaktmöglichkeiten
Gerade bei kleineren Unternehmen kann die persönliche Arbeitsweise ein wichtiger Unterschied sein. Wenn du individuell mit deinen Kunden zusammenarbeitest, erkläre, wie ein Projekt abläuft und welche Unterstützung du anbietest. So können Interessenten besser einschätzen, was sie von einer Zusammenarbeit erwarten können.
Achte darauf, dass deine Angaben konsistent sind. Wenn deine Website, dein Unternehmensprofil und andere relevante öffentliche Auftritte unterschiedliche Leistungen oder Unternehmensdaten nennen, kann das für Besucher verwirrend sein.
7. Berücksichtige lokale Suchanfragen
Für Unternehmen, die Kunden in einer bestimmten Region bedienen, ist lokale Sichtbarkeit besonders wichtig. Ein Handwerksbetrieb, eine Arztpraxis oder eine selbstständige Beraterin möchte häufig von Menschen gefunden werden, die eine passende Dienstleistung in ihrer Nähe suchen. Hier kann es sinnvoll sein, regionale Informationen auf der Website einzubinden. Dazu gehören beispielsweise:
- der tatsächliche Unternehmensstandort oder das bediente Gebiet
- konkrete Leistungen für die jeweilige Zielgruppe
- relevante regionale Suchbegriffe, sofern sie natürlich in den Text passen
- ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, wenn das Unternehmen dafür geeignet ist
- konsistente Kontakt- und Unternehmensdaten
- regionale Referenzen oder Projektbeispiele, sofern vorhanden
Ein Unternehmen aus Konstanz könnte beispielsweise auf einer passenden Leistungsseite erklären, welche Dienstleistungen es in Konstanz und der Bodenseeregion anbietet.
Wichtig ist, Ortsnamen nicht künstlich in jeden Absatz einzubauen. Eine Seite, die denselben Ort unnatürlich oft wiederholt, wird dadurch nicht automatisch relevanter. Entscheidend ist, dass die regionale Ausrichtung tatsächlich zum Unternehmen und zum Angebot passt.
Auch in KI-gestützten Suchsystemen können solche klaren Informationen dabei helfen, ein Unternehmen richtig einzuordnen. Eine Empfehlung oder Erwähnung lässt sich damit allerdings nicht garantieren.
8. Verwende strukturierte Daten sinnvoll
Strukturierte Daten sind zusätzliche Informationen im Quellcode einer Website, mit denen bestimmte Inhalte maschinenlesbar beschrieben werden können. Sie können beispielsweise dabei helfen, den Typ einer Seite oder die Eigenschaften eines Inhalts eindeutiger zu kennzeichnen. Je nach Website kommen unter anderem folgende Typen infrage:
Organizationfür Informationen über eine OrganisationLocalBusinessfür passende lokale UnternehmenArticlefür ArtikelinhalteBreadcrumbListfür die Struktur von Navigationspfaden
Welche strukturierten Daten sinnvoll sind, hängt von der jeweiligen Seite und den tatsächlichen Inhalten ab. Dabei gilt: Strukturierte Daten müssen mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen. Sie sollten keine Informationen auszeichnen, die auf der Website nicht vorhanden oder nicht zutreffend sind.
Außerdem sind strukturierte Daten kein Geheimtrick für KI-Sichtbarkeit. Sie können Suchmaschinen helfen, Inhalte besser einzuordnen, garantieren aber weder besondere Suchergebnisdarstellungen noch eine Erwähnung in KI-Antworten. Beginne deshalb mit den grundlegenden Anforderungen deiner Website und ergänze strukturierte Daten dort, wo sie einen nachvollziehbaren Nutzen haben.
9. Miss, was tatsächlich funktioniert
Wenn du deine Website für Suchmaschinen und KI-gestützte Suche verbesserst, solltest du nicht nur auf einzelne Platzierungen oder Erwähnungen achten. Wichtiger ist, ob deine Website die richtigen Menschen erreicht und daraus relevante Besuche oder Anfragen entstehen.
Für die klassische Google-Suche bietet die Google Search Console wichtige Informationen. Dort kannst du unter anderem sehen, welche Suchanfragen Impressionen und Klicks erzeugen und welche Seiten in den Suchergebnissen erscheinen.
Google hat 2026 außerdem neue Möglichkeiten zur Verwaltung der Freigabe von Inhalten für generative KI-Funktionen der Google-Suche und zusätzliche Auswertungen angekündigt. Welche Berichte und Einstellungen in deiner Property verfügbar sind, kannst du in der Search Console prüfen. Weitere Informationen findest du in der Search-Console-Hilfe.
Für Zugriffe aus ChatGPT kannst du zusätzlich deine Webanalyse betrachten. OpenAI erklärt, dass Verweise aus ChatGPT-Suchergebnissen den Parameter utm_source=chatgpt.com enthalten können. Damit lassen sich entsprechende Zugriffe in unterstützenden Analysewerkzeugen leichter erkennen.

Beobachte beispielsweise:
- Wie viele Besucher kommen über die organische Suche?
- Welche Seiten werden besonders häufig aufgerufen?
- Welche Suchanfragen führen zu Klicks?
- Erhältst du Besuche aus KI-Suchsystemen?
- Führen relevante Seiten zu Kontaktanfragen?
Nicht jede Veränderung lässt sich sofort eindeutig auf eine einzelne Maßnahme zurückführen. Betrachte die Entwicklung deshalb über einen sinnvollen Zeitraum und prüfe, ob deine Maßnahmen tatsächlich zum Geschäftsziel beitragen.
Checkliste: Ist deine Website auf KI-gestützte Suche vorbereitet?
Mit dieser Checkliste kannst du die wichtigsten Grundlagen überprüfen:
- Mein Angebot und meine Zielgruppe werden klar beschrieben.
- Meine Website beantwortet die wichtigsten Fragen potenzieller Kunden.
- Meine Inhalte bieten einen konkreten Mehrwert und enthalten keine erfundenen Angaben.
- Überschriften und Abschnitte sind logisch aufgebaut.
- Meine wichtigsten Seiten sind technisch zugänglich und können grundsätzlich indexiert werden.
- Meine Website funktioniert auf Smartphones und Tablets.
- Relevante Leistungen, Kontaktdaten und Unternehmensinformationen sind eindeutig.
- Meine regionale Ausrichtung ist nachvollziehbar dargestellt, sofern sie für mein Unternehmen wichtig ist.
- Ich habe geprüft, ob OAI-SearchBot den Zugriff auf relevante Inhalte erhält, wenn ich in ChatGPT-Suchergebnissen erscheinen möchte.
- Ich überprüfe regelmäßig die Entwicklung meiner Sichtbarkeit und meiner Anfragen.
Du musst nicht alle Punkte gleichzeitig umsetzen. Beginne mit den Grundlagen, die aktuell die größten Schwächen deiner Website beheben. Eine erste Einschätzung bekommst du mit dem Potenzial-Check.
Häufige Fehler bei der Optimierung für KI-Suche
Rund um GEO und KI-Sichtbarkeit kursieren viele Tipps, die schnelle Erfolge versprechen. Nicht jede dieser Empfehlungen ist sinnvoll oder ausreichend belegt. Achte besonders auf folgende Fehler:
- Jeden Trend sofort umsetzen: Nicht jede neue Technik ist für jedes Unternehmen notwendig. Prüfe zunächst, ob die Maßnahme zu deiner Website und deinen Zielen passt.
- Möglichst viele KI-generierte Artikel veröffentlichen: Eine große Menge ähnlicher Texte ersetzt keine hilfreichen Inhalte. Qualität und Relevanz sollten Vorrang haben.
- Keywords unnatürlich wiederholen: Schreibe für Menschen und verwende Begriffe dort, wo sie inhaltlich passen.
- Eine Erwähnung in ChatGPT garantieren wollen: Es gibt keine verlässliche Methode, die eine Empfehlung oder Zitierung in jeder KI-Antwort sicherstellt.
- SEO vollständig durch GEO ersetzen: Die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung bleiben wichtig. KI-Suche ist eine Weiterentwicklung der Suchlandschaft, kein Grund, bewährte Maßnahmen aufzugeben.
- Technische Speziallösungen ohne klaren Nutzen einbauen: Zusätzliche Dateien, Markierungen oder Tools sind nicht automatisch notwendig, nur weil sie in Diskussionen über KI-Suche häufig erwähnt werden.
Eine nachhaltige Strategie beginnt mit einer verständlichen, hilfreichen und technisch zugänglichen Website.
Fazit: Eine gute Website bleibt die Grundlage für Sichtbarkeit
KI-gestützte Suchfunktionen verändern, wie Menschen Informationen finden und Anbieter entdecken. Für Unternehmen eröffnet das neue Möglichkeiten, gleichzeitig entstehen aber auch neue Fragen rund um die eigene Online-Sichtbarkeit.
Die wichtigste Grundlage bleibt eine Website, die dein Angebot klar kommuniziert, relevante Fragen beantwortet und technisch zuverlässig funktioniert. Ergänze diese Grundlagen durch eigene fachliche Inhalte, eine nachvollziehbare Struktur und eine konsistente Darstellung deines Unternehmens. Prüfe außerdem, ob relevante Suchsysteme auf deine Inhalte zugreifen können und ob deine Maßnahmen tatsächlich Besucher und Anfragen unterstützen.
Du musst deine Website nicht komplett neu erfinden, um dich auf KI-Suche vorzubereiten. Oft ist es sinnvoller, zunächst die vorhandenen Inhalte und technischen Grundlagen zu verbessern.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst viele Suchmaschinen oder KI-Systeme mit Tricks zu überzeugen. Es geht darum, für die richtigen Menschen eine hilfreiche, vertrauenswürdige und verständliche Informationsquelle zu sein.
Häufig gestellte Fragen zur Sichtbarkeit in KI-Suche
Was bedeutet GEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint sind Maßnahmen, die Inhalte für KI-gestützte Such- und Antwortsysteme zugänglich, verständlich und relevant machen. Sie ergänzen die klassische Suchmaschinenoptimierung, ersetzen sie aber nicht.
Kann ich garantieren, dass meine Website in ChatGPT genannt wird?
Nein. Es gibt keine verlässliche Methode, die eine Empfehlung oder Zitierung in jeder KI-Antwort sicherstellt. Du kannst aber die Voraussetzungen verbessern: hilfreiche Inhalte, eine klare Struktur und eine technisch zugängliche Website.
Was ist der OAI-SearchBot?
Der OAI-SearchBot ist der Crawler von OpenAI, der Websites für die Suchfunktionen von ChatGPT entdeckt. Er ist von GPTBot getrennt, der für das Training generativer KI-Modelle vorgesehen ist. Beide lassen sich unabhängig voneinander in der robots.txt steuern.
Muss ich meine Website für die KI-Suche neu erstellen?
Nicht unbedingt. Viele SEO-Grundlagen bleiben relevant. Oft ist es sinnvoller, zunächst vorhandene Inhalte, die Struktur und die technischen Grundlagen zu verbessern.
Wie erkenne ich Besuche aus ChatGPT?
Verweise aus ChatGPT-Suchergebnissen können den Parameter utm_source=chatgpt.com enthalten. In deiner Webanalyse kannst du danach filtern und sehen, ob Besuche aus KI-Suchsystemen bei dir ankommen.